{"id":566,"date":"2021-11-24T15:42:10","date_gmt":"2021-11-24T14:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/?page_id=566"},"modified":"2022-03-14T15:45:36","modified_gmt":"2022-03-14T14:45:36","slug":"einleitung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/?page_id=566","title":{"rendered":"Einleitung"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-thumbnail\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/David-150x150.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-997\" srcset=\"https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/David-150x150.png 150w, https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/David-300x300.png 300w, https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/David-230x230.png 230w, https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/David-350x349.png 350w, https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/David-480x479.png 480w, https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/David.png 525w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><figcaption><em>Autor:\u00a0David Wildhaber (DWI)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ausgangslage (DWI)<\/h2>\n\n\n\n<p>\u201cDie Berufsbildung erm\u00f6glicht den Jugendlichen den Einstieg in die Arbeitswelt und sorgt f\u00fcr Nachwuchs an qualifizierten Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4ften. Sie ist arbeitsmarktbezogen und als Teil des Bildungssystems auf der Sekundarstufe II und auf der Terti\u00e4rstufe angesiedelt. Zwei Drittel der Jugendlichen in der Schweiz entscheiden sich f\u00fcr eine berufliche Grundbildung. Viele erwerben sp\u00e4ter einen Abschluss der h\u00f6heren Berufsbildung. Auf allen Ebenen ist zudem ein vielf\u00e4ltiges Angebot an berufsorientierten Weiterbildungen vorhanden. Der berufsbildende Weg ist somit der wichtigste Weg zur Qualifizierung von Fachkr\u00e4ften in der Schweiz. Geregelt ist die Berufsbildung durch das Bundesgesetz und die Verordnung \u00fcber die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz BBG, Berufsbildungsverordnung BBV). Das Leitbild Berufsbildung 2030 st\u00fctzt sich auf zentrale Elemente der Schweizer Berufsbildung, die als Pr\u00e4missen auch bei k\u00fcnftigen Reformschritten beachtet werden sollen.\u201d (Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, 2020)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Berufsbildung wird durch den Arbeitsmarkt und die gesellschaftliche Entwicklung beeinflusst. Megatrends wie Digitalisierung, erh\u00f6hte berufliche Mobilit\u00e4t oder der demografische Wandel stellen neue Anforderungen an Experten und Unternehmen, die fr\u00fchzeitig erkannt werden m\u00fcssen. Die Antwort gibt der 2016 von den Berufsbildungspartnern mitgetragene Plan \u201eBerufsbildung 2030\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Bisher hat sich gezeigt, dass die Schweizer Berufsbildung generell gut aufgestellt ist. Es gibt keine grundlegende Richtungs\u00e4nderung. Ihre Vorteile wie Arbeitsmarktn\u00e4he, Dualit\u00e4t und Netzwerkpartnerschaften \u00fcberzeugen. Sie sorgen f\u00fcr eine nachhaltige Verankerung in Wirtschaft und Gesellschaft. Dies ist eine solide Grundlage und dient als Sprungbrett f\u00fcr weitere Entwicklungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um dem stetigen Wandel gerecht zu werden und das Berufsbildungssystem besser an die Anforderungen von morgen anzupassen, haben sich die Netzwerkpartner 2018 ein Leitbild verabschiedet. Dies wird als Rahmen f\u00fcr die Weiterentwicklung der Berufsbildung in der Schweiz in den kommenden Jahren verstanden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auftrag (DWI)<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Auftrag der Berufsbildung 2030 l\u00e4sst sich in insgesamt acht Kernelemente \/ Pr\u00e4missen aufteilen, welche wie folgt sich erkl\u00e4ren:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li><strong>Einbettung in das Bildungssystem<\/strong><br>Der zentrale Teil des schweizerischen Bildungssystems stellt die Berufsbildung dar. Durch seine Durchl\u00e4ssigkeit auf mehreren Ebenen erm\u00f6glicht dies einen Wechsel zwischen verschiedenen Bildungsangeboten und weiterf\u00fchrenden Ausbildungen. Die Anschlussm\u00f6glichkeiten und \u00dcberg\u00e4nge werden laufend optimiert. Die Berufsbildung 2030 muss sich somit in das aktuelle Bildungssystem einbetten lassen.<br><\/li><li><strong>Dualit\u00e4t zwischen Theorie und Praxis<\/strong><br>Die Dualit\u00e4t l\u00e4sst sich prim\u00e4r als Interaktionsspiel verschiedener Lernorte verstehen (Betrieb, \u00fcberbetriebliche Kurse, Berufsfachschule). \u00dcberall findet die Kombination zwischen theoretischen und berufspraktischen Aufgaben ihren Schwerpunkt. Somit sind alle Lernorte in die Vermittlung von theoretischem und zumindest praxisverbundenem Wissen verwickelt.<br><\/li><li><strong>Berufsprinzip<\/strong><br>Eine berufliche Grundbildung soll den Lernenden alle erforderlichen Handlungskompetenzen vermitteln. Schlussendlich werden alle mit einem Abschluss zu selbstst\u00e4ndigen Berufsleuten qualifiziert. Klar definierte Bildungsangebote soll die Berufsbildung 2030 so darstellen, dass diese zu transparenten Abschl\u00fcssen und national anerkannten Diplomen f\u00fchrt.<br><\/li><li><strong>Verbundpartnerschaft<\/strong><br>Die Zielerreichung der Berufsbildung 2030 wird als Verbundaufgabe der drei Grosspartner Bund, Kantone und Wirtschaft verstanden. Nur durch diese Zusammenarbeit wird auch ein nachhaltiger Erfolg verzeichnet werden k\u00f6nnen. Die Ziele der einzelnen Parteien sind dabei klar definiert. Als Berufsfachschullehrer sind wir somit bei den Kantonen angeschlossen und interagieren durch die Bildungsst\u00e4tten \/ Lehrbetriebe direkt mit der Wirtschaft.<br><\/li><li><strong>Arbeitsmarktorientierung<\/strong><br>Die n\u00f6tigen Qualifikationen der k\u00fcnftigen Berufsleute richten sich streng nach den Vorgaben der Wirtschaft, welche diese auch weitgehend definiert. Diese wiederum orientiert sich am k\u00fcnftigen Bedarf auf dem Arbeitsmarkt und leitet so die Kriterien ab. Somit werden Innovationen und neue Entwicklungen wie Digitalisierung direkt durch die Wirtschaft gefordert und in die Ausbildung mit einbezogen.<br><\/li><li><strong>Attraktivit\u00e4t f\u00fcr Unternehmen<\/strong><br>Die Berufsbildung soll auch weiterhin so gestaltet werden, dass f\u00fcr die Unternehmen schon w\u00e4hrend der Ausbildung ein entsprechender Nettonutzen entsteht. Dieser Nettonutzen muss vor allem Seitens Berufsbildung und \u00fcberbetrieblicher Kurse gest\u00fctzt werden. Seitens der Unternehmen k\u00f6nnen diese durch Nachwuchsf\u00f6rderung einen attraktiven Rahmen f\u00fcr Auszubildende schaffen.<br><\/li><li><strong>Attraktivit\u00e4t f\u00fcr Jugendliche und Erwachsene<\/strong><br>Die Attraktivit\u00e4t der schweizerischen Berufsbildung st\u00fctzt sich haupts\u00e4chlich auf die Transparenz der Abschl\u00fcsse und Qualifikationen und den damit verbundenen Zukunftsaussichten wie auch den weiterf\u00fchrenden Bildungsangeboten oder anderen T\u00e4tigkeitswechsel im Verlaufe eines Arbeitslebens.<br><\/li><li><strong>Innovation und Weiterentwicklung<\/strong><br>Die Berufsbildung hat sich inhaltlich wie auch systematisch stetig weiterzuentwickeln. Durch den Bund werden die Innovationen durch zwei wesentliche Instrumente unterst\u00fctzt, einmal durch die Forschung in der Berufsbildung sowie die Projektf\u00f6rderung.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Durch die Forschung wird Wissen generiert, welches f\u00fcr die laufende Weiterentwicklung und Anpassung der Berufsbildung n\u00f6tig ist. Durch die Projektf\u00f6rderung werden wiederum die Hauptakteure in der Berufsbildung unterst\u00fctzt, welche neue und zukunftsorientierte Vorhaben erproben.<\/p>\n\n\n\n<p>(Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, 2020)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Organisation der Transfergruppe<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"954\" height=\"349\" src=\"https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/BFS-20LU-2_MINT_Projektorganisation.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-808\" srcset=\"https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/BFS-20LU-2_MINT_Projektorganisation.png 954w, https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/BFS-20LU-2_MINT_Projektorganisation-300x110.png 300w, https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/BFS-20LU-2_MINT_Projektorganisation-768x281.png 768w, https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/BFS-20LU-2_MINT_Projektorganisation-920x337.png 920w, https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/BFS-20LU-2_MINT_Projektorganisation-230x84.png 230w, https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/BFS-20LU-2_MINT_Projektorganisation-350x128.png 350w, https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/BFS-20LU-2_MINT_Projektorganisation-480x176.png 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 954px) 100vw, 954px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Abb.&nbsp;1  Organigramm<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Projektplan<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"946\" height=\"590\" src=\"https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/BFS-20LU-2_MINT_Projektplan-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-811\" srcset=\"https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/BFS-20LU-2_MINT_Projektplan-1.png 946w, https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/BFS-20LU-2_MINT_Projektplan-1-300x187.png 300w, https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/BFS-20LU-2_MINT_Projektplan-1-768x479.png 768w, https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/BFS-20LU-2_MINT_Projektplan-1-920x574.png 920w, https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/BFS-20LU-2_MINT_Projektplan-1-230x143.png 230w, https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/BFS-20LU-2_MINT_Projektplan-1-350x218.png 350w, https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/BFS-20LU-2_MINT_Projektplan-1-480x299.png 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 946px) 100vw, 946px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Abb.&nbsp;2  Projektplan<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Begriffskl\u00e4rung<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Transversale Kompetenzen (DWI)<\/h3>\n\n\n\n<p>In den allgemeinen Rahmenkonzepten und Kompetenzkatalogen der beruflichen Ausbildung wird schon seit l\u00e4ngerem die Bedeutung transversaler Kompetenzen betont. Es werden Kompetenzen verstanden, die f\u00fcr alle Personen in modernen Wissensgesellschaften als zentral und wichtig erachtet werden, um private, gesellschaftliche und berufliche Situationen bew\u00e4ltigen und mitgestalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem Grund schl\u00e4gt man einerseits vor, Kompetenzen als individuelle kognitive Leistungsdispositionen f\u00fcr bereichsspezifische Situationen und Anforderungen zu verstehen. Andererseits auch, um den Kompetenzbegriff von allgemeinen kognitiven F\u00e4higkeitskonstrukten abzugrenzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach diesem Verst\u00e4ndnis sind die transversalen Kompetenzen kontextbezogene und funktionsbasierte F\u00e4higkeiten zur L\u00f6sung von Aufgabenstellungen in der Lebens- und Arbeitswelt. Sie werden in einem Kontext oder bei der Bew\u00e4ltigung von bestimmten Situationen erworben und es wird angenommen, dass sie auf andere Situationen und oder Kontexte \u00fcbertragbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Als transversale Kompetenzen gelten grunds\u00e4tzlich vier Kategorien:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Grundkompetenzen (z.B. in Sprache, Mathematik, Naturwissenschaften)<\/li><li>Methodische Kompetenzen (z.B. Nutzung von Medien und Informationstechnologien)<\/li><li>Soziale und personale Kompetenzen (z.B. Kooperationsf\u00e4higkeit, Selbstregulation)<\/li><li>Kognitive Kompetenzen (z.B. kritisches Denken, Probleml\u00f6sen)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>(BWP &#8211; Berufsbildung der Wissenschaft und Praxis, 2021)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgangslage (DWI) \u201cDie Berufsbildung erm\u00f6glicht den Jugendlichen den Einstieg in die Arbeitswelt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"parent":12,"menu_order":12,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-566","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/566","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=566"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/566\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1032,"href":"https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/566\/revisions\/1032"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/12"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bb2030.fuerbeispiele.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=566"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}